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Alt 02.01.2018, 00:54   #11
oliver.bohm
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Smile

Das scheint je mitten in einem Wohngebiet zu liegen..?

Und dort dürft ihr später arbeiten??

Steinbruch....? Kannst Du dort noch abbauen?
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Alt 02.01.2018, 00:59   #12
2augen1nase
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Laut Vorbescheid sollte auf dem Gelände auch ein Brunnen sein. Eigentlich verwunderte mich das, denn direkt angrenzend ist ja der Steinbruch der erheblich tiefer liegt.

Trotzdem habe ich von Anfang an den offenen und vermeintlichen Brunnenschacht gesehen. Nachdem ich neulich da aus Versehen fast eingebrochen bin habe ich gestern mal mit der Hacke rundherum freigemacht - und nicht schlecht gestaunt, als sich der vermeintliche Brunnen als Zisterne herausgestellt hat (Klärgrube liegt woanders).

Habe beim Umweltamt nochmal nachgehakt wo die die Info mit dem Brunnen her haben - nicht dass doch noch einer existiert und ich den unter dem Gestrüpp noch nicht bemerkt habe...
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Alt 02.01.2018, 01:12   #13
2augen1nase
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Ach Oli..... du nötigst mich gerade


Das Grundstück ist komplett ein Mischgebiet. Ich darf dort arbeiten, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen. Die Wohngebäude sind allesamt schon recht weit weg.

Trotzdem habe ich schon Auflagen die sich gewaschen haben - vor allem Lärmschutzmäßig muss ich einiges dort leisten. Baugenehmigung gibts nur mit Lärmschutzgutachten usw. Ich muss da also schon einen großen Aufwand treiben. Das Wohngebiet ist übrigens weniger problematisch, aber das führt jetzt auch zu sehr ins Detail - ich will nicht alles preisgeben, eigentlich zeige ich hier schon viel zu viel, bin mal gespannt wann die ersten Vandalen und "Schatzjäger" einfallen...


In meinem Gewerk wird schon danach geschaut was ich genau mache. Normalerweise gelte ich als "störendes Gewerbe". Allerdings gibt es Ausnahmeregelungen wenn gewisse Voraussetzungen herrschen. Da ich ohnehin maximal 30% in der Werkstatt arbeite werden die Nachbarn wohl eh kaum was von mir mitbekommen.

Die meisten Gebäude sind ja recht massiv gebaut und durch diese ganzen Anbauten schützen die einen Gebäude ja die anderen.

Schlussendlich - so viel verrate ich jetzt doch noch - wird ein Gebäude abgerissen und an dessen Stelle eine neue Werkhalle entstehen. Aber eben dann auch in massivster Ausführung, zwecks Lärmdämmung. Mal sehen wie sich das alles dort entwickelt - ich hab nur ein Konzept in der Tasche. Kaum Geld, wenig Zeitressourcen und einen Stall voll dringlichster Aufgaben dort.

Es wird eine Gratwanderung und richtig hart werden, dessen bin ich mir sicher. Es besteht auch wirklich die Möglichkeit dass ich mit dem Ding komplett den Bach runtergehe - aber eine andere Wahl habe ich nicht. So hart können einen eben die stadtplanerischen Entscheidungen treffen. In meiner Gegenwart darf sich kein Politiker mehr wundern warum es kaum noch Mittelstand gibt, ich hab ja gar nicht die Möglichkeit zu wachsen als Handwerker. Ständig neue Hiobsbotschaften...

Für mich gabs nur Hop oder Top. Entweder volles Risiko oder Laden dicht machen und sich im Westen was suchen. Zu verlieren habe ich ja nichts wirklich, also probiere ich das jetzt... und wenn´s wirklich schief geht: klar, dann ist das Geheule erstmal groß, aber dann sollte es auch nicht sein. Kann dann immer noch abwandern - sofern ich nicht im Knast lande....
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Alt 02.01.2018, 01:42   #14
Sorgnix
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... da hat sich aber einer Arbeit für die nächsten 13 1/2 Jahre angeschafft ...

1.
Eiche??
so zeige er bitte erstmal ein Bild von selbiger
Den aufgerufenen Preis bringt im Höchstfall mal ne Furniereiche.
Aber da muß ALLES passen - was ich bei nem Stadtbaum schon mal von vornherein
ausschließe ... - "Sechser im Lotto" heißt so ein Baum ...
Der m3-Preis für hohe(!) Qualität liegt im Höchstfall bei 500,-- €
Für den nutzbaren Teil des Stammes, eher weniger für die Krone ...
Der Brennholzwert liegt bei 50,-- ...
Und für div. größere Stammdurchmesser muß man erstmal ein Sägewerk finden,
das ein entsprechendes Gatter hat. Die wenigsten können noch dicke
Stämme aufarbeiten ...
... und dann will so ein Baum auch schonend umgelegt werden, wenn er viel
Geld bringen soll. Geht das in der Lage? Kostet ja auch ein wenig. Und das Ding dann vom Grundstück bergen, verladen ...

Wenn Dein Kumpel bereit ist, die Hälfte für den Baum zu geben - gib ihn ihm sofort!
Mehr kannst Du nicht verdienen ...

2.
Bäume fällen.
Stämme ausroden hast Du ja schon angefragt.
Wenn ich die Menge sehe, würde ich der Einfachheit halber alle dicht über dem Boden
abschneiden. Rundum den Stuken vorher vielleicht ein wenig freigraben, dann sägen.
Das mag wg. mir drei Ketten kosten - aber die Dinger sind erstmal weg,
Du kannst übers Gelände fahren ohne hängen zu bleiben.
Um im Boden liegend gammeln die binnen der nächsten 15 Jahre weg - vorher kommst
Du eh nicht an die Außenanlagen ...
Wenn denn ein Gebäude abgebrochen werden soll, ist ja auch ein Bagger vor Ort.
Der kann die Stubben dann auch leicht ausheben. Svens Rat!

3.
Brunnen?
... wecke keine schlafenden Hunde. Wenn Du den am Ende amtlich versiegeln
sollst, kostet das wieder ...
Es sei denn, Du kriegst ihn als Brauchwasserversorgung durch.

4.
Schutt??
... wenn ich von Zisterne und Klärgrube lese, komme ich da auf dumme Gedanken ...
So die Gruben nicht für alternative Wasserspeicher genutzt werden sollen, könnte man ja ...
Bei Nacht ... - Betonplatte drauf. Gut. ...

5.
die freigelegte Pflasterfläche in Beitrag 8 sieht übrigens sehr schön aus!!
Auf den ersten Bildern wirkte das ja eher wie Urwald - aber so ne Verkehrsfläche
würde sich manch einer wünschen ...

6.
Efeu.
Weg mit dem Scheiß.
Wie es aussieht, könntest Du Dir ein Gerüst zulegen. So lange wie Du das brauchst,
lohnt wahrscheinlich der Kauf von mind. 200 m2 ...
Sind die Fassaden anfahrbar? Pflaster bis Gebäude??
Dann wäre ja auch ne Scherenbühne was.
... ne Teleskopbühne steht bei mir seltener zur Entsorgung auf der Baustelle rum ...

7.
.... man könnte jetzt gleich zu Dutzenden Kleinbaustellen diskutieren
Ich schlage vor, für jedes wirkliche Thema machst Du einen eigenen Thread auf.


Ich überlege schwer, Dir dafür ein eigenes Forum einzurichten ...
Als Unterforum des Bauforums.


Gruß
Jörg
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Alt 02.01.2018, 10:11   #15
2augen1nase
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Ich habe kein besseres Bild von dem Monstrum, aber auf diesem Bild erkennst du links einen Teil der Eiche.

Ob das Furnierqualität ist kann ich nicht sagen, wohl aber, dass zumindest aktuell bei Eiche gerade die schlechteren Qualitäten extrem gefragt sind - wegen der rustikalen Optik. Aber die Fällung der schönen Eiche steht ohnehin nicht zur Debatte - erstens weil ich sie mag und zweitens weil ich dafür sicherlich keine Genehmigung bekäme.

Bei den Stubben könntest du Recht behalten... aber rausziehen wäre sicherlich auch ne feine Lösung, zumindest bei den kleineren geht das sicherlich recht gut.
An eine Stubbenfräse habe ich ja auch schon gedacht, aber da liegt so viel Müll auf dem Gelände und zwischendrin auch immer mal Steine / alte Betonborde usw. Solange ich nicht weiß was darunter ist, fällt Stubenfräse aus.

Zum Brunnen gibt es eine klare Auflage seitens des Vorbescheides: Entweder in Abstimmung mit dem Amt fachgerecht zurückbauen oder um 30 cm erhöhen und abdeckeln damit kein Dreck ins Grundwasser kommt. Da der vermeintliche Brunnen aber wohl eher eine Zisterne ist, wird das sowieso keine Rolle mehr spielen. Mal sehen was die vom Amt antworten.

Zu den Gruben: Zisterne wird definitiv erhalten, ich bin doch nicht bescheuert und zahle fürs Regenwasser Abwassergebühren und kaufe dann noch teures Brauchwasser für die Werkstatt ein Die Klärgrube muss fachgerecht verfüllt werden und da muss ich einen Antrag stellen. Da das Ding bekannt ist, werden die da auch sicherlich danach schauen. Schindluder treibe ich dort nicht, das muss schon sauber laufen mit dem Bau.


Das Pflaster ist scheinbar nur in der Einfahrt vorhanden, zum Haus hin gibt e Gehwegplatten aus Beton und viel mehr habe ich dort noch nicht entdeckt.

Der Bewuchs am und auf dem Haus kommt noch weg. Ich habe das nur noch nicht gekappt, weil das im trockenen Zustand eine richtig schöne Brandlast ist und da ich noch nicht weiß wann ich dazu komme, bleibt das erstmal so wie es ist.

Gerüst haste auch fast recht, nur sind es rechnerisch ca. 250m2 die ich bräuchte. Kaufen möchte ich eines, nur fündig bin ich noch nicht geworden, die Preise schwanken ganz schön... Mit Hubbühne kommt man da zumindest aktuell recht schwer dran. Ich weiß auch nicht ob die für "Waldboden" wirklich so geeignet sind. Das Haus ist nicht so hoch, da käme man auch mit ner großen Leiter noch halbwegs zurecht.


Ob es gleich ein Unterforum sein muss... gib der Sache mal Zeit und lass mal sehen wie sich das entwickelt. Ich bin noch ganz kirre von der Kaufaktion und will mich da gaaaaaanz langsaaaam rantasten.


Übrigens kam heute prompt die Antwort vom Baugenehmigungsamt: Dach Neubau ist nur mit Genehmigung drin. Da das Dach über dem Treppenhaus echt nicht gut aussieht, muss ich mir also erstmal ne andere Variante ausdenken (große LKW Plane oder sowas vielleicht...)

Liebe Grüße!
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Alt 02.01.2018, 10:43   #16
Frank Enstein
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OT, wenn dir mal so ein DDR Werkzeugschrank unterkommt--->meld. Danke
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„Welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause liegen hat?“ Friedrich Engels
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Alt 02.01.2018, 10:46   #17
Frank Enstein
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Für den Holzwert:http://www.edelholzverkauf.de/Kein-A...zeln:_:30.html
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Alt 02.01.2018, 11:00   #18
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Also Axel.... Glaubst du denn im Ernst, wenn ich so einen schönen Schrank fände, dass ich das hier breit treten würde?

Höchstens um Neid zu erwecken - aber so bin ich eigentlich gar nicht gestrickt

Danke für den Link. Die Aussage kam von einem befreundeten Galabaumeister mit Studium, allerdings ohne den Baum live zu sehen. Da der eh stehen bleibt, ist mir der Wert egal, ich freue mich über den Baum - was anderes bleibt mir auch nicht übrig.

Wenn er doch mal fallen müsste, würde ich den ohnehin selbst zu Brettern schneiden lassen und einlagern, da kann man schöne Möbel draus bauen
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Alt 02.01.2018, 12:34   #19
Sorgnix
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... von den netten Werkzeugregalen standen früher z.B. massig in Malachit rum.
Der "Verwalter", der die Anlage dann restlos gefleddeert hat, wollte sie schon nicht rausrücken ...
Am Ende wurden sie wohl auch "verschrottet" ...
Aber das ist NEBENthema! - mach ein eigenes mit Suchanzeige auf


Till,
Deine Eiche hat den Wert von Brennholz ...
Die ersten 5 m vom Stamm vielleicht nicht - aber mit dem Ding sind keine
Reichtümer zu erben. Schätze (!!) ich mal, so aus der Entfernung
"Nackich" würde ich das Grundstück aber eh auch nicht machen
Ein wenig Schatten muß sein. Optik eh.
(... und Axel LESE mal den Text auf seiner selbst verlinkten Seite ... )


Stubbenfräsen - zumindest "richtige" - sind für solche Böden gemacht!
Steine sind nie zu verhindern. Und "große" Sachen sollte man vorher "sehen" ...


Genehmigungsantrag fürs Dach??
Bei "Neubau" sicher!
Da es ja meist mit ner Form- bzw. Ansichtsveränderung einher läuft.
Aber was Du machst, ist doch eine "Instandsetzung"!
Das ist doch eine Frage der Auslegung der Bauordnung.
... oder wollen die glatt einen Bauantrag, wenn Du z.B. alte Tonziegel gegen neue austauscht???
(wenn sie nicht grad Rosa sind und vorher Schwarz waren ...)

Mag ich nicht glauben ...

Dann wäre ja jede "Notmaßnahme" zur anständigen Dachabdichtung Antragspflichtig ...
... man wird doch noch einen Sparren austauschen dürfen, ein wenig Schalung und Pappe neu machen ...


Gruß
Jörg
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Alt 02.01.2018, 13:28   #20
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Zitat:
Zitat von 2augen1nase Beitrag anzeigen
Übrigens kam heute prompt die Antwort vom Baugenehmigungsamt: Dach Neubau ist nur mit Genehmigung drin. Da das Dach über dem Treppenhaus echt nicht gut aussieht, muss ich mir also erstmal ne andere Variante ausdenken (große LKW Plane oder sowas vielleicht...)
!



... wie in meinem letzten Beitrag schon gesagt:
Das ist doch Auslegungssache.
"Neubau" - oder Instandsetzung ...

Ich hab mir grad mal die => Sächsische Bauordnung rausgekramt.
... das ist scheinbar eine der "längeren" - die wollen ja alles regeln ...

Aber:

=> § 63a -Genehmigungsfreie Vorhaben

(ich schnipsel mal zusammen)

Zitat:

(1)
Keiner Baugenehmigung bedarf die Errichtung und Änderung folgender baulicher Anlagen, anderer Anlagen und Einrichtungen:

...

10.Bauteile
a) unwesentliche bauliche Änderungen an Fassaden und Dächern von Gebäuden, bei denen dadurch
das äußere Erscheinungsbild nicht wesentlich verändert wird,

...
e) Dächer von fertiggestellten Wohngebäuden einschließlich der Dachkonstruktion ohne Änderung der bisherigen äußeren Abmessung,


(4)
Instandsetzungs- und Instandhaltungsarbeiten bedürfen keiner Baugenehmigung. (!!!!)
... folglich sehe ich da jetzt keinen Grund, sich erstmal mit Folien abplagen zu wollen.
Moder raus, Sparren u. Schalung neu, wg. mir gleich gedämmt, und neue Pappe drauf.
Das ist doch klassische Instandhaltung/Instandsetzung.



Dazu noch hat JEDES Gesetz einen Bereich, wo es sich mit sich selbst aushebeln läßt ...

=>

Zitat:
§ 68 Ausnahmen und Befreiungen
(1) Die Bauaufsichtsbehörde kann Ausnahmen von Vorschriften dieses Gesetzes und von Vorschriften aufgrund dieses Gesetzes, die als Sollvorschriften aufgestellt sind oder in denen Ausnahmen vorgesehen sind, gestatten, wenn die Ausnahmen mit den öffentlichen Belangen vereinbar sind und die
festgelegten Voraussetzungen vorliegen.

...
(3)
2. die Durchführung der Vorschrift im Einzelfall zu einer offenbar nicht beabsichtigten Härte führen würde und die Abweichung mit den öffentlichen Belangen vereinbar ist; eine nicht beabsichtigte Härte liegt auch dann vor, wenn auf andere Weise dem Zweck einer technischen Anforderung in diesem Gesetz oder in Vorschriften aufgrund dieses Gesetzes nachweislich entsprochen wird.
... also "Pleite" bzw. extreme kurzfristige finanzielle Belastung würde ich als "Härte" auslegen ...
Es geht bei der Sicherung des Daches ja auch um Werterhalt und Zeitgewinn.
Zeitgewinn bis zur "richtigen" Sanierung.
... wie lange das am Ende dauert, ist ja auch wieder Auslegungssache ( )


... und wenn - für dieses TRH-Dach gesondert gesehen - für eine Baumaßnahme am Ende
die verlangte Planung und Beantragung durch einen Vorlageberechtigten MEHR kostet,
als die eigentliche Sanierungsleistung selbst,
dann empfinde ich das auch als "Hart" ...

Folglich würde ich die gesamte Baumaßnahme erstmal nach solchen nichtgenehmigungsplfichtigen
Arbeiten durchsuchen und diese schön in ner Tabelle auflisten.
Dann kanst Du die nötigsten Arbeiten schon mal beginnen - ohne auf irgendwelche
Genehmigungsprozeduren Rücksicht nehmen zu müssen.
Da kann sich der Planer dann mit den für ihn (und Dich) wichtigen Arbeiten beschäftigten ...


... das hilft auch am Ende bei der Abrechnung mit dem Architekten!
Denn der rechnet gern nach Gesamtbausumme und anrechenbaren Kosten ab ...
Ruck-Zuck will der Kohle für Sachen, für die er nicht erforderlich war bzw. schmückt
sich da am Ende mit fremden Federn ...



Mehr erstmal nicht.
Wäre ja vielleicht was für einen längerfristigen Beratungstermin mit Honorarforderung ...


Gruß
Jörg
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(Heiner Geißler)
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