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Alt 29.11.2003, 20:07   #11
niemandsland
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[quote]
Muhns Zitat:
"Ansonsten sehe ich das auch so, man sollte halt übersichtlich bleiben, informieren, und keinen mit ellenlangen "Scroll dich zu Tode"-Klorollentexten langweilen, denn das lesen eh die meisten nicht bis zum Schluss durch, oder schlimmer noch, sie lesen's über, und stellen dann lauter Fragen, die sich gar nicht stellen würden, hätten sie's mal vorher einmal genau gelesen."

@ Muhns

Was sind Deine Beweggründe ein Buch zu lesen? Die Seitenzahlen zu zählen? Oder die Bilder zu betrachten? Entschuldige, aber mich interessieren die dort vorhandenen Informationen; die Bilder sind - meiner Meinung nach - interessantes BEIWERK! Aber auch was diesen Punkt betrifft, so können die einzelnen Meinungen sicherlich auseinander gehen.
"Klopapiertexte" müssen ja auch im Internet nicht sein. Da geb ich Dir recht. Wie ein Buch - in der Regel - nach Kapiteln unterteilt ist, kann man ein Internetangebot oder auch nur ein Thema nach Seiten unterteilen. Allein aufgrund der langen Ladezeiten sollte man auf längere Internettexte verzichten und Grafik in mehrere Teile splitten und in Tabellen darstellen. Aber okay, das ist wieder ein ganz anderes Thema. Auch in Bezug auf Quellen mag jede/r hier andere Ansprüche an sich selbst oder andere haben; ich für meinen Teil habe jedenfalls den Anspruch, das andere eben auch die von mir erschlossenen und genutzten Quellen nutzen und eben selbst dort ansätzen können. Aber auch hier kann man sicherlich geteilter Meinung sein.

Es gibt da übrigens ein gutes Buch zum Thema:
"Wie kommt die Wissenschaft zu wissen"

Steht eigentlich in jeder Bibliothek sehr gelangweilt rum.

-NL-
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Alt 30.11.2003, 00:47   #12
Muhns
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Lest mehr Bücher!

Gruß
MUHNS
__________________
"Das Wesen von Ebbe und Flut ist in einem Glas Wasser nicht ablesbar." (GUNKL)

Geändert von Muhns (27.01.2004 um 19:07 Uhr).
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Alt 30.05.2005, 09:00   #13
niemandsland
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Da ich nicht mehr bearbeiten kann.. (schade) muss ich eben den Rattenschwanz fortsetzen... aufgrund des neuen Urheber(verdreher oder Schutz?)gesetzes halte ich es für notwendig, hier noch einmal einen Nachtrag zu posten!

Ich quote einfach einen Beitrag (von mir) aus meinem Forum:

Zitat:
Hallo zusammen,

wenn man sich mit Geschichte befasst, wenn man ein Buch schreiben will/muss, wenn man einfach nur einen Text verfasst, so kommt man oft um das zitieren von Textpassagen nicht drumrum.

Wie sieht es aber rechtlich aus?

Dazu hab ich auf der Seite von http://www.rettet-das-internet.de/zitate.htm ein paar sehr interessante Infos gefunden.

Leider wird dies alles viel zu selten beachtet und am Ende wundert man sich dann, wieso es zu einer Abmahnung gekommen ist. Mir sind inzwischen zwei, drei Fälle bekannt wo es zu Abmahnung kam. Leider gilt auch hier.. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Und der Hinweis: "Aber ich hab es doch NUR GUT GEMEINT!" ist zwar ein Beleg dafür, das man gute Absichten hatte; nur macht das Recht nunmal vor dieser edlen Absicht keine Ausnahme. Auch wenn man wahrscheinlich in den meisten Fällen auf der richtigen Seite ist, so gilt eigentlich generell: das Einverständnis des "zitierten" _vorher_ einzuholen.

Geht dies nicht, weil die Person inzwischen verstorben ist und bereits Würmern als Futter dient, so sollte man wenigstens prüfen, ob evtl. ein Rechtsnachfolger, Familie etc. vorhanden ist, die man um die Einwilligung bitten könnte. Generell gilt aber eben (wie allgemein beim Urheberrecht: bis 70 Jahre nach dem Tode ist das Werk (soweit ich bisher weiß... egal welcher Art) urheberrechtlich GESCHÜTZT!

Ich empfehle die Links, die auf der Seite (Quelle) zu finden sind.
Diese helfen - meiner Meinung nach - dabei, sich ein wenig mehr über dieses Thema zu informieren.

Und ansonsten im Zweifelsfall lieber FINGER weg (!!!).

Das heißt: Bilder da lassen, wo sie sind und Texte eben mit eigenen WORTEN wiedergeben.

Damit sollte man sich dann auf der sicheren Seite befinden.

Ansonsten: wer blind - ohne Genehmigung - abschreibt darf sich dann eben auch nicht wundern, wenn er dafür irgendwann einmal zur RECHENSCHAFT gezogen wird.

In den meisten Werken steckt viel Arbeit; die Unterlagen aus den Archiven kosten richtig Geld, und es steckt jede Menge Zeit drin, die niemand wirklich bezahlen kann.

Aus diesem Grund kann ich gut nachvollziehen, das man gegen "Abschreiber" vorgeht. Wobei ich persönlich der Meinung bin, das man im privaten nicht kommerziellen Bereich sehr wohl von einer Verfolgung absehen kann. Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden. Nur niemand bricht sich einen dabei ab, wenn er/sie Kontakt zu den entsprechenden Autoren aufnimmt.

Achja, noch ein Hinweis: der Beitrag bezieht sich z.T. auf "Kurzzitate" oder "Sätze" -- ist aber vom Recht her auch übertragbar auf längere Passagen. Vergleiche gegenwärtiges Urheber(Schutz)gesetz

So, weitermachen!

Oder um es mit den Worten von Herrn Trappatoni zu sagen: "Ich habe fertig!"

-NL-

Geändert von niemandsland (30.05.2005 um 09:06 Uhr).
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Alt 24.09.2007, 11:39   #14
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Nachtrag

Da man Internetseiten ja leider nur noch als Admin/Mod editieren kann, der Beitrag hier (zitieren/Zitiervorschriften nach DIN 1505) - denk ich jedenfalls - nach wie vor auf Interesse stösst:

Einige korrekturen...

Gleich der erste Link ("Zitiervorschriften und Technik des wissenschaftlichen Arbeitens ") ist Tod.

Hier Ersatz...


Zitiervorschriften


Die Tipps für die Praxis aus der Schweiz (hist. Seminar) konnte ich leider nicht mehr entdecken, dafür aber:

Zitieren von Internet-Quellen
(Projekt sprache@web am Seminar für deutsche Literatur und Sprache an der Universität Hannover)

http://www.mediensprache.net/de/publishing/zitieren/

Und zur rechtlichen Seite...

Die Seite "http://www.rettet-das-internet.de/" ist nach wie vor sehr lesenswert. Gerade in Bezug auf das "neue" Urheberrecht (wer gibt da wem Rechte? Stichwort: "Abmahnung" !) aber in diesem Zusammenhang ist auch der (schon etwas ältere) Telepolis (Heise)-Artikel zum Thema "Copyright" bzw. "Content is King! oder die Diktatur des Kleingedruckten" durchaus noch immer sehr lesenswert.

Auf der Seite "Rettet-das-Internet.de" zum Stichwort "Zitate" heißt es u.a.:

"Zitate von Autoren sind bis 70 Jahre nach deren Ableben urheberrechtlich geschützt."

Die Folgen bei Verstössen: "Jede Verwendung/Veröffentlichung kann also Unterlassungs- und Schadenersatz-Ansprüche zur Folge haben."

Und weiter heißt es dort: "(...) selbst das Zitieren von Zeitgenossen des öffentlichen Lebens (Politiker, Prominente) ist ausschließlich ein Privileg der Presse (Informationspflicht). Jede Privatperson/Webmaster bräuchte dazu das ausdrückliche Einverständnis des Zitierten."

Veröffentlichungen zB in Form von Presse- Meldungen/Artikeln sollte man derzeit besser die Finger von lassen, es sei denn, der betreffende Mensch, der den Beitrag veröffentlicht, liegt die Erlaubnis der entsprechenden Nachrichtenagentur bzw. Zeitungsverlags (schriftlich!) vor. Andernfalls gilt auch hier der Punkt oben ("Folgen bei Verstössen"). Was wie ebenfalls auf der Seite "Rettet-das-Internet.de" unter "Abmahnungen" nachzulesen ist, einfach nur eins werden kann...: nämlich SEHR TEUER!

So, weitermachen!

Da bleibt einmal mehr nur die Aussage: "Ich hab fertig!"

Niemandsland

Geändert von niemandsland (24.09.2007 um 12:02 Uhr).
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Alt 29.11.2007, 03:29   #15
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-- Update --

Ein paar kleine Änderungen...

Wikipedia: Zitat
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Zitat

Urheberrecht: Zitierfreiheit
URL: (...) zu lang.. click mich einfach


--> richtige Quellenangabe

Wikipedia: Quellenangabe
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Quellenangabe


--> Zitiervorschriften

Uni-Düsseldorf.de: Zitiervorschriften: eine Linksammlung


Aus zuvor genannter Quelle stammt die folgende Zitiervorschrift:

-- Zitiervorschriften für gedruckte Quellen --

Literaturverzeichnisse nach DIN 1505
(Prof. Klaus F. Lorenzen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Hamburg)
http://www.bui.haw-hamburg.de/pers/k...SP/litverz.pdf


In diesem Sinne...

-NL-

Geändert von niemandsland (29.11.2007 um 03:36 Uhr).
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Alt 16.04.2008, 10:04   #16
chabbs
Heerführer

 
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Hey,


habe mich gerade zum ersten Mal komplett durch Deinen Thread hier gewühlt... ein toller und wichtiger Beitrag, den aber wahrscheinlich die wenigsten Nicht-Studierten hier vernünftig anzuwenden wissen. Ich wurde jetzt 5 Jahre durch die Zitier-Schule geprügelt und muss feststellen, dass sich trotz aller "Vorschriften" irgendwann ein eigener Zitier-Stil entwickelt. Die Anforderungen an eine gute Quellenangabe sind in den meisten Fachbereichen derart unterschiedlich, dass es schon fast keine einzige verbindliche Regel mehr zu geben scheint.


Aber dennoch gut zu wissen, dass einer hier die Fahne wissenschaftlichen Arbeitens hochhält!



Salve


Bjoern
__________________
Omnia mea mecum porto - Bias von Priene
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Alt 06.11.2010, 19:48   #17
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Ich bin gerade dabei diesen Beitrag, nach dem bereits wieder einige Zeit vergangen ist, zu überarbeiten.

Außerdem möchte ich gerne zum Thema wissenschaftliches Arbeiten (auch für "nicht Wissenschaftler") zwei Bücher empfehlen, die sich ausführlich mit Thema dieses Threads, also "richtig zititieren" befassen, und darüber hinaus noch andere Themen die direkt oder indirekt damit zutun haben, abdecken.

Die Bücher...

1) Esselborn-Krumbiegel, Helga: Von der Idee zum Text. Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben. 3. Auflage, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn, 2008, ISBN 978-3-8252-2334-2.

2) Karmasin, Matthias | Ribing, Rainer: Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten, 5. Auflage, Verlag Facultas, Wien, 2010, ISBN 978-3-8252-2774-6.

Buch 1 behandelt neben dem Thema "zitieren" auch den Gesamtprozess der schriftlichen Arbeit. Und zwar wie der Titel schon verrät, von der einfachen Idee bis zum fertigen Werk. Mit vielen nützlichen Tipps oder zumindest Ansätzen. Es werden Tipps gegeben, wie man sich an gewissen Problemen vorbei "hangelt", und zahlreiche Übungen innerhalb dieses Buchs machen es (meiner Meinung nach) zu einem MUST-HAVE Werk, das bei jedem Menschen, der - aus welchen Gründen auch immer - am wissenschaftlichen Schreiben interessiert ist - im Regel nicht fehlen sollte.

Buch 2 behandelt im Gegensatz zu Buch 1 nur das Schreiben und den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit an sich, enthält aber auch nütliche Tipps und kann ich auch nur weiter empfehlen.

Sicher, keines der Bücher behandelt das "zitieren" so intensiv, wie die hier im Thread aufgeführten Seiten. Der Leser erhält aber eine gute bzw. brauchbare Anleitung für das verfassen wissenschaftlicher Arbeiten. Und aus diesem Grund möchte ich diese beiden Werke auch in diesem Thread aufführen.

Demnächst dann die überarbeiteten Links und Texte aus den ersten Beiträgen hier im Thread.

Viel Spaß auch weiterhin.

In diesem Sinne...

-NL-
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